„Hallo,
ich bin euer griechischer Chor, der Missklang der Fleischeslust, die
Verkörperung des Körpers (!) und euer Begleiter in dieser spannenden Mär.“ Der
Monolog der halbnackt auf einem Baum hockenden prallbusigen Rothaarigen (Francesca 'Kitten' Natividad) zum Auftakt dieses Sexploitationstreifens macht gleich zu Beginn des
Films deutlich, dass hier ein hochkulturelles Meisterwerk zu Erwarten ist. Hier
geht es um „eine tadellose Konfiguration von Nietzsches Überweib“, die Büchse
der Pandora und die dunkle Geschichte Deutschlands. Nachdem sich der
„Nazizauberer“ Adolph Schwartz (Edward Schaaf) im Sadomaso-Keller nach allen
Regeln der Lust auspeitschen und von seinem Lakaien anal befriedigen ließ,
bringt ihn ein maskierter Unbekannter während eines Schaumbads mit einem
Piranha um. Wer war der Mörder? War es Margot Winchester „mit den honigsüßen
Schleimhäuten“? Oder die äthiopische Köchin, „das dunkle Pferd in der
Mordlotterie“? Ist es der Fuchs, der sich in den eigenen Schwanz beißt und
dafür mit Selbstfellatio belohnt wird? Um dies herauszufinden, müssen alle
Figuren mit allen anderen in einem Flussbett kopulieren. Und am Ende war es –
und das muss hier einfach verraten werden, weil einem ja sonst wieder keiner
glaubt – Eva Braun jr., die uneheliche Tochter von Eva Braun und Adolph
Schwartz.
WEIRD #2 | Pocohontas [sic], die frivole Häuptlingstochter, ist in diesem
Sexmärchen auch mit von der Partie. Sie reitet auf ihrem holden Stecher dem
Orgasmus entgegen und hält sich dabei ekstatisch an der Deckenlampe fest. Sie
schraubt die Birne raus, fingert in der Fassung, bis sie unter Strom steht und
nicht nur ihre Erregung durch den Körper ihres Liebhabers leitet. Mit den
Worten „Zurück ins Reservat mit dir“ schickt Polizist Homer (Monty Bane) die
Quoten-Indianerin wieder aus dem Film.
WEIRD #3 | Ein kleines Flusstal mit einer erfrischenden Wasserstelle wird zum
beliebten erotischen Spielplatz für die sich tummelnden Paare. Zwei wilde
lesbische Naturliebhaberinnen vergnügen sich mit einem Strap-On-Dildo. Die
Kamera zoomt auf ihre Beine, die sie bei jeder Stoßbewegung mit langgestreckten
Füßen schräg nach oben in die Lüfte recken. Die lüsternen Musen grüßen ihren
Führer mit den Füßen. Die entsprechende Grußformel ertönt dabei jedes Mal aus
dem Off.
WONDERFUL | Russ Meyer führt in den front credits seine Players (ein Spiel mit den Bedeutungen Darsteller und Aufreißer) via Split Screens ein. Zu sehen sind Sexspielchen mit frivolen Früchten aus Szenen, die den Zuschauer im Film erwarten. Eine Kirsche wird von einer Zunge angestupst, eine andere von zwei Pobacken eingesaugt. Die Krönung ist allerdings ein
Fetischist mit einer Zip-Maske, der sich eine Banane komplett durch den
Reißverschluss in den Mund stopft. Das gibt eine ziemliche Sauerei im Reißverschluss. Später im Film zeigt er, dass er sogar ein
Lineal komplett schlucken kann.































