Mittwoch, 3. Dezember 2014

SEX MASHIN: HIWAI NA KISETU | The Strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine | Yuji Tajiri | Japan 2005

Trommlerin Haruka (Rinako Hirasawa) sitzt im Bus und trägt ein T-Shirt mit Pink-Panther-Aufdruck. Ironischer kann man einen Pinku eiga [jap.: „pinker Film“, ein japanisches Filmgenre zwischen Erotik- und Kunstfilm, das seit den 1960er Jahren mehr als 5000 Werke hervorgebracht hat] kaum einführen. Im Bus trifft sie auf Hiroshi (Mutsuo Yoshioka), der passenderweise ebenso sexbesessen ist wie sie. Sie überspringen das Kennenlernen und treiben wilde Sexspiele mit einer Gurke im Anus zum Rhythmus der Trommel, bis buchstäblich die Wände von Harukas Wohnung wackeln. In den Sexpausen widmet sich Hiroshi seiner zweiten Sucht: dem Grillen-Sumo. Bei diesem Wettsport setzen zwielichtige Gestalten Geld auf ausgehungerte Grillenmännchen, die in einem Blecheimer gegeneinander um die Gunst eines Weibchens kämpfen müssen. Auch die verliebten Lustmolche verstricken sich in Rivalitätskämpfe, weil sie beide nicht vom Sex mit anderen Partnern lassen können. Als Hiroshi herausfindet, dass Haruka auch mit Sumo-Grillen-Züchter Anzai (Kazuhiro Sano) schläft, soll der Kampf zwischen den Rivalen in einem Grillen-Kampf endgültig entschieden werden. Dummerweise ist Hiroshi ausgerechnet jetzt seine beste Sumo-Grille entlaufen.



WEIRD 95% | WONDERFUL 5%



Weird moment #1
Hiroshi hat es nicht leicht, Haruka treu zu sein: Er ist einfach viel zu schnell erregt. Als er am Strand auf Kunico, die neue Freundin von Harukas Ex-Mann Taro trifft, verspürt er augenblicklich den Drang onanieren zu müssen. An einem unbeobachteten Ort versucht er sich heimlich zu befriedigen. Dabei helfen ihm Traumbildern der nackten Kunico, in denen sie mit ihrem BH winkend auf ihn zugelaufen kommt. Hiroshi erschrickt, als die echte Kunico überraschend hinter ihm steht und ihn jäh aus seinem feuchten Tagtraum reißt. Doch Hiroshis ungebändigte Lust nicht mehr zu bremsen. Er ejakuliert so heftig, dass eine dicke Ladung Sperma durch die Luft in Zeitlupe und hohem Bogen auf Kunico zufliegt. Von beiden ungläubig angestarrt, landet Hiroshis Sekret direkt in Kunicos Gesicht, woraufhin sie sich noch vor Ort mit ihm auf den intensivsten Sex ihres Lebens einlässt.




Weird moment #2
Bei einem Erdbeben verschwindet Hiroshi in den Fluten eines Flusses und kehrt nicht mehr zurück. Die geknickte Haruka, die sein Kind im Bauch trägt, steht traurig an seinem Grab, als sich Kunico dazugesellt. In gemeinsamer Trauer um den Verschiedenen trösten sich die beiden Frauen auf dem Friedhof kurzer Hand mit einem Liebesspiel. Doch sie werden beobachtet. Aus dem Himmel ruft ihnen Hiroshi entgegen, dass er gerne mitmachen möchte. Die Frauen lachen amüsiert und Hiroshi legt unverzüglich sein bekanntes lustverzerrtes Gesicht auf, während er sich auf seiner Wolke selbstbefriedigt.




Most wonderful moment
Harukas Sohn Yuichiro sieht seinen Vater nur selten, doch dafür kümmern sich die Männer im Ort rührend um ihn. Da die meisten von ihnen arbeitslos sind, nehmen sie den Kleinen gern mit zu ihren Grillenkämpfen oder spielen mit ihm. In einem schönen Rollenspiel darf sich der Knirps einmal als großer Kämpfer fühlen. In einer Reihe von Zeitlupenaufnahmen mit einer an Samurai-Filme angelehnten Bildsprache darf er die erwachsenen Bösewichte allesamt mit einer imaginären Waffe erschießen – und zwar ganz nach den typischen Regeln des Kinderspiels: Die Getroffenen werfen sich theatralisch mit der Hand auf der Brust auf den Boden und hervorquellende rote Schals imitieren Blutfontänen aus den imaginierten Wunden.


(c) DVD-Screenshots: Rapid Eye Movies

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