Mittwoch, 24. September 2014

ROBOT & FRANK | Jake Schreier | USA 2012


In der nahen Zukunft: Die besten Tage des betagten Frank (Frank Mangella) sind vorbei. Früher war er ein gewiefter und berüchtigter Juwelendieb, heute ist er vergesslich und muss sich von seinem gestressten Sohn Hunter (James Marsden) versorgen lassen. Sein einziger Lichtblick sind die regelmäßigen Ausflüge in die alte Stadtbücherei, dem einzigen Ort, an dem es noch echte Bücher gibt und an dem er der hübschen Bibliothekarin Jennifer (Susan Sarandon) den Hof machen kann. Als sein Sohn einen Pflegeroboter anschleppt, der ihm vorschreibt, wie er sein Müsli zu essen hat, ist Frank genervt. Schnell erkennt er jedoch, wie eine Maschine, die komplex denken kann, über kein Gewissen verfügt und darauf programmiert ist, nur zu seinem Vorteil zu handeln, ihm doch nützlich sein kann.


WEIRD 20% | WONDERFUL 80%



Weirdest Moment
Die wohlhabenden Geldgeber, die die Digitalisierung der Bibliothek finanziert haben, laden zu einer Party ein. Auch Frank und sein Roboter sind gekommen. Für die reichen Schnösel interessiert sich Frank kaum, denn er hat nur Augen für Jennifer, der er ein wertvolles Geschenk machen will. Als Franks Roboter sich den beiden nähert, ruft Jennifer ihren elektronischen Archivar Mr. Darcy – einen kastigen Hilfsroboter – dazu. Die Menschen versuchen ein Gespräch mit den beiden Robotern anzufangen. Aber das einzige, das die beiden beitragen können, ist: „I function normally“. Auf die Aufforderung, die beiden Roboter sollten doch untereinander auch ein bisschen Party-Smalltalk betreiben, erwidert Mr. Darcy lediglich, er sei nicht darauf programmiert mit einem BGC 60 L Roboter zu kommunizieren. Frank schlägt seinem Roboter vor, einfach so zu tun, als sei Mr. Darcy ein Mensch. Der dreht sich zum technologischen Genossen, begrüßt ihn und der erwidert: „I function normally“. Mit den Worten „So am I“ ist die Roboterkonversation auch schon wieder beendet und beide drehen sich grobmotorisch wieder voneinander weg.



Most wonderful moment
Nach anfänglichem Misstrauen beginnt Frank die Qualitäten seines Roboters langsam zu schätzen. Denn der kann ihm vieles abnehmen und macht sein einsames Leben tatsächlich etwas einfacher. Eine schöne Sequenz erzählt von der Gefährtenschaft zwischen Mensch und Maschine in idyllischen Bilder. Unter dem philosophischen Motto „There are things that need time“ widmet sich der Roboter gewissenhaft der Gartenarbeit und harkt akribisch das Rosenbeet. Er kredenzt Frank gedämpftes Gemüse oder stutzt ihm behutsam den Bart. Die Sequenz endet mit einem gemeinsamen Spaziergang durch ein von der Nachmittagssonne beleuchteten Wäldchen.


(c) DVD-Screenshots: Senator Home Entertainment GmbH

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