Donnerstag, 25. September 2014

MAD MONSTER PARTY? | Frankensteins Monster-Party | Jules Bass | USA 1967


Der betagte Mad Scientist Dr. Boris Frankenstein (sieht aus wie und wird gesprochen von Boris Karloff) hat genug vom Horror-Business und sehnt sich nach dem wohlverdienten Ruhestand. Er gibt eine große Abschiedsparty, zu der die internationale Crème de la Crème des Monströsen, Übersinnlichen und Deformierten eingeladen ist: Graf Dracula, der Werwolf, Dr. Jekyll (in Begleitung von Mr. Hyde), der Glöckner von Notre Dame, der Unsichtbare, die Mumie und das Monster der schwarzen Lagune geben sich die Ehre. Doch Dr. Frankenstein möchte sich nicht nur bei seinen Schutzbefohlenen verabschieden, sondern auch seinen Nachfolger verkünden. Während jeder hofft, der Auserwählte zu sein, hat der Wissenschaftler seine Entscheidung längst gefällt. Das Erbe soll sein neurotischer Neffe Felix Flankin antreten, von dem bisher keiner der Gäste wusste. Mit seinem Eintreffen bricht in Baron Frankensteins Schloss die Hölle los.

WEIRD 70% | WONDERFUL 30%



Weirdest moment
Zu vorgerückter Stunde kippt die Stimmung im Festsaal und die Mad Monster-Party droht aus dem Ruder zu laufen. In einem seiner unerklärlichen Wutanfälle reißt Mr. Hyde dem Hausdiener Yetch den Kopf ab und wirft ihn Frankensteins Monster zu. Als gäbe es keine andere Beschäftigung auf der Party, funktioniert es den Kopf kurzerhand zu einer Bowlingkugel um und lässt ihn mit vollem Schwung die gedeckte Tafel abräumen. Als er um ein Glas den Strike verpasst, schnappt er sich eine volle Obstschale, deren Inhalt im Gesicht der Mumie landet. Als Dracula sich über das kleine Missgeschick lustig macht, beginnt eine Kettenreaktion von chaotischen Kindereien, bei dem die Partygäste wahlweise eine Torte ins Gesicht bekommen, auf dem Kronleuchter schaukeln oder in der Punschschüssel landen. Diener Yetch irrt am Ende orientierungslos mit einem Schweinskopf statt seinem eigenen auf den Schultern durch den Partysaal.



Most wonderful moment
Dr. Frankenstein hat sich große Mühe bei den Partyvorbereitungen gegeben und ein Rahmenprogramm organisiert. Auf der Bühne heizen vier mit roten Perücken bekleidete rockende Skelette – wie untote Beatles – der Partymeute mit knöchernen Drumsticks und Freakbeat-Musik ein. Frankensteins Braut zieht die Mumie auf die Tanzfläche, denn der heiße Titel „It´s a mummy“ scheint der Mumie auf den Leib geschrieben zu sein. Während sich Mumie und Alte eine schweißtreibende Tanzeinlage liefern, bis die Balsamierungsbinden vom Körper fliegen, gibt es bizarre Nahaufnahmen der knöchernen Hände auf der E-Gitarre und der von der Musik ekstatisch lachenden Totenköpfe zu sehen.


(c) DVD-Screenshots: Optimum Releasing

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