Sonntag, 17. August 2014

LE BOUCHER | Der Schlachter | Claude Chabrol | Frankreich/Italien 1970


Schlachter Popaul (Jean Yanne) lernt auf einer Hochzeitsfeier die attraktive Schuldirektorin Hélène (Stéphane Audran) kennen. Mit Charme und saftigen Hammelkeulen gewinnt er das Herz der emanzipierten Schönheit, auch wenn die Liebe platonisch bleibt. Während Popaul sein körperliches Verlangen zurückstellen muss, hält eine Serie von Lustmorden das Dorf in Atem.


WEIRD 40% | WONDERFUL 60%


Weirdest moment
Die erholsame Frühstückspause auf einer lauschigen Berghöhe während eines Schulausflugs von Mademoiselle Hélène und ihrer Klasse endet in der höchst makaberen Entdeckung des zweiten Mordopfers. Während eine Schülerin genüsslich in ihr Butterbrot beißen will, tropft darauf das Blut der jungen Frau, die kurz zuvor auf dem Felsen über den Köpfen der Kinder erstochen wurde. Die Kamera zoomt auf die Hand der Toten, von der es schließlich auch saftig auf das Gesicht des schockierten Mädchens tropft.




Most wonderful moment
Nachdem Schlachter Popaul Mademoiselle Hélène die Morde gestanden hat, rammt er sich sein Messer selbst in den Bauch und muss von Hélène ins Krankenhaus gebracht werden. Hélène verabschiedet sich von dem verblutenden Popaul mit einem Kuss und verfolgt an der leuchtenden Fahrstuhlanzeige „Occupé“, wie der Schwerverletzte nach oben in den OP gefahren wird. Noch blinkt das Lämpchen in regelmäßigen Abständen. Dann leuchtet es noch einmal hellrot auf, bevor es schließlich ausgeht. Hélène schließt die Augen. Nach einem letzten Aufschrei ist mit der Lampe auch das Leben Popauls erloschen.


© DVD-Screenshots: Galileo Medien

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